Termin: 22. - 25. Mai 2008
TeilnehmerInnen: Mario, Dagi, Daniel, Maria, Mandi
, Andrea, Markus, Manuel, Reini und Gernot


Fam. Pichler
Obereggen 18
I 39050 Deutschnofen
Tel.+39-0471-615722
Fax +39-0471-615889
MwSt.Nr. 00757340211
e-mail:
info@hotel-obereggen.it

Das Quartier wäre nun gefunden und wurde auch schon fix gebucht. Wir werden uns im Hotel Obereggen niederlassen. Von dort aus werden 2 weitere Touren gestartet. Die eine führt uns auf's Stilfserjoch, die andere zum Gardasee. Unsere Reisekollegen Reini und Markus sind "alte" Bekannte, da wir bereits 2007 die eine oder andere Tour miteinander gefahren sind. ...und den Maxl kenn ich sowieso schon ewig. Manuel ist der Sohn von "Altmeister" Reini, bei dem sich schon so mancher TL1000, VTR und RSV Mille Fahrer die Zähne ausgebissen haben.

Die Anreise werden wir über die A2 bis Hermagor starten, da die Mehrheit beschlossen hat am ersten Tag nicht gleich alles zu zerreißen, denn es folgen ja noch weitere schöne Tage in den Dolomiten.

Nach einem intensiv erlebten Tag, auf den herrlichen kurvenreichen Alpenpässen quer durch Südtirol werden wir uns in der neuen Erlebnissauna des Hauses mit Finnischer Sauna, Bio Sauna, Dampfbad und Fitness-Raum erholen und uns verwöhnen
.

Auch die kulinarischen Genüsse kommen nicht zu kurz, denn Gutes und genussvolles Essen wird im Hotel Obereggen groß geschrieben! Angefangen beim Frühstücksbuffet, wo auf ein ausgewähltes und abwechslungsreiches Angebot Wert gelegt wird - zur Stärkung für einen erlebnisreichen Tag!

Das gepflegte Abendessen lässt Genießerherzen höher schlagen: tägliches 4-5 Gang-Wahlmenu mit Käse- und Salatbuffet. ...wird sicher leiwond.

...und so hat es sich dann abgespielt oder der Bericht:

Tag 1

Um Punkt 7 Uhr haben wir bei leichtem nieseln die Raststation Kaiserwald über die A2 Richtung Klagenfurt Ost verlassen. Dani vorne weg, denn er hatte das Navi, welches uns noch einige Male hängen lies, aber das kommt noch ;-). Das erste Grinsen kam in die Helme knapp vor dem Loiblpass, denn ab da wurde dem stupiden Geradeauslauf der gar ausgemacht. Weiter ging es durch Jesenice, Kranjska Gora über den Vrsic Sattel. Landschaftlich sehr schön aber das Kopfsteinpflaster in den Kehren stellte sich nicht als optimal für Motorradfahrer heraus - nona. Runter gab es dann a bisserl a „Hatzerei", welcher sich nicht jedermann anschließen wollte. Mir hat's taugt, war sehr cool, aber nicht einfach da die Kehren ziemlich eng waren und immer wieder entgegenkommende Busse die uns die Ideallinie gestohlen haben.
Wuascht weiter Richtung Predil Pass, da hatte ich den ersten „Aha Effekt", denn nach einer zügigen Kurve war auf einmal eine Gruppe Radfahrer vor mir. Adrenalin ging durch den Körper aber GsD ging alles glimpflich aus. …und ab jetzt stellte sich heraus, dass wir irgendwie zügiger Unterwegs waren, wie unsere nördlichen Nachbarn. Rauf auf den Predil Pass wurde gleich einmal ein bisserl am Gashahn gequirlt. …und das erste Mal wurde laut „haaaah" (frei nach Kofi – Blumenpfluecker.com) in den Helm gebrüllt, denn der erste Germane wurde in einer harten rechts Kurve außen genommen, dass war schon mal gut für's Ego. Aber die Freude ging recht rasch wieder verloren, denn das Navi hat uns gleich mal so richtig in die Irre geführt. Aber was soll's, nach einer Diskussion in Tarvis -Wie weiter? - haben wir uns entschlossen den kürzesten Weg zu wählen, welcher wieder zurück nach AT über Hermagor und Silian führte. Zwischendurch wurde mal der Blutzucker gehoben, da teilweise schon die Nerven blank lagen. Aber nach einem guten Mittagessen war wieder alles okay und es ging weiter. Leider erwischte uns kurz vor Silian ein richtig übles Gewitter, dass konnte uns aber nicht abhalten weiterzufahren. Da der schnellste nicht immer der schönste Weg ist tuckerten wir so durch das Pusstatal bis rüber neben die A22 und neben dieser fuhren wir dann ins Hotel. Die letzten Kilometer wieder im vollen Gewitter, sodass man kaum weiter wie 30 m sah. Reisezeit: 7 h Abfahrt – 19 h Ankunft (x Regenpausen und häufiges Suchen nach dem richtigen Weg)

Im Hotel angekommen wurden wir gleich mal herzlich von Mario, Dagi und Andrea in Empfang genommen, die mit dem Auto vor gefahren waren, weil Mario das Wetter zu unsicher war. …stellte sich auch als Fehler raus, denn wir konnten jeden Tag fahren. SORRY Mario ;-)

Nach dem das Hotel nach der ersten Besichtigung absolut unseren Erwartungen entsprach ging es einmal ab zum Duschen und anschließend zum Abendessen, welches sehr, sehr lecker war. Noch ein Schlummertrunk in der Bar und in Fötusstellung mit dem Daumen im Mund ab ins Bett und heia, heia.


Tag 2

Gestärkt vom vorzüglichen Frühstück sind wir um 10 Uhr aufgebrochen Richtung Gardasee. Als Erstes haben wir uns über den Mendelpass geworfen, wo ein deutscher 12er Bandit Fahrer sich gegen unsere „Verfolgung" so sehr gewehrt hat, dass er sich fast im Linienbus eingebaut hätte. Was soll's, jeder wie er will. Der Mendelpass ist absolut zu empfehlen und sehr schön zu befahren, vor allem der Ausblick Richtung Bozen bzw. ins Alpenpanorama ist ein Traum. Schön, aber wir müssen weiter Richtung Madonna di Campiglio und da wäre vorher noch der Passo Campo Carlo Magno zu nehmen. …paaast auf der Passhöhe angekommen, haben wir uns nach 5 Runden durch die Ortschaft Madonn di Campiglio und der Erkenntnis, dass alles geschlossen hat, doch dazu motiviert hier zu essen. Fehler!!!!! …komplette Fehlanzeige der Schuppen da oben, die Hälfte hatten sie nicht und das was sie hatten wurde eindrucksvoll verbrannt. Naja wenigstens war es somit frei von Bakterien. Die Abrechnung zog sich dann noch ein wenig in die Länge, weil die 2 Damen nicht in der Lage waren das abzurechnen. Aber GsD war dieses Schauspiel dann endlich vorbei und wir kürzten die Strecke zum Gardasee ab, da das Wetter schlechter wurde und wir schon ziemlich müde waren. Nur ca. 20 km vor Riva del Garda kamen wir dann in ein Gewitter welches wir beim Kaffee trinken auslassen wollten, leider waren wir aber schneller und holten es ein. Also wieder rauf mit dem Regengewand, Markus und Reini fuhren vor, während wir uns das Gwandl angezogen haben. Leider war es das dann auch für die gemeinsame Heimfahrt, denn wir haben uns nicht mehr gefunden. Nach einem kurzen Blick auf den Gardasee haben wir uns auf's Bandl geworfen und sind wieder rauf Richtung Bozen Nord um ins Hotel zurück zu fahren nach Obereggen. Gutes Abendessen und 2, 3, 4 od. mehr Schlummertrunk ging es wieder ins Zimmer zur Augenpflege.


Tag 3

Ein wenig angeschlagen von der Kurvenwetzerei der Vortage wollten wir heute eine kleinere Runde fahren und fuhren über den Karerpass im Kolonenverkehr, ka Schmutz was da alles an Motorrädern drüber wollte, vorbei beim Rosengarten des Zwergenkönig Laurin aus der Nibelungensage runter Richtung Canazei um hier einmal ein paar schöne Pässe zu queren und den Einstieg machten wir mit dem Sellerjoch. Auf das der  Manuel und ich ein wenig den Grip getestet haben und dieser war am Samstag vorzüglich. Dann runter und scharf rechts rein ins Grödnerjoch, hier warteten wieder unsere deutschen Freunde von denen sich Manuel und ich nicht lange bitten ließen und gleich mal die Lage checkten, was so geht. Der Hayabussa Fahrer vor uns wehrte sich tapfer und auch Manuel weiß nun, dass man für das Überholen von Bussen ein wenig mehr Platz in Anspruch nehmen sollte, um nicht beim Busfahrer auf den Knien Platz zu nehmen, gel Manuel ;-). Nach dieser Anstrengung brauchen wir jetzt aber was zum Futtern, also rein ins nächste Gasthäuserl in dem ich ein Schinkensemmerl um dezente 3,80 Euro zu mir nahm. Auf italienisch hört sich Wurstsemmel aber irgendwie viel besser an, als das was ich da gegessen habe. Aber keine Zeit zum Jammern, weiter ging es nach Arabba dann über den Compolongopass und zum krönenden Abschluss noch das Pordoijoch. Neeeet schlecht, da Gummi war bis zur Flanke hinten draußen und hatte Wutzerle drauf, wie bei die Großen, stolz wurde das Ergebnis betrachtet und beim anschließenden "saunieren" diskutiert.

Heim über den Karerpass und ab in den Wellnessbereich zum Relaxen, sehr geil und entspannend, nach 3 Tagen Kurvenwetzerei.


Tag 4

Alles hat ein Ende auch unser Urlaub in Südtirol. Geplant war es eigentlich über den Karerpass, Falzerego, Cortina nach Hause zu fahren. Leider nicht sagte der nette Hr. Polizist in Canazei. Heute ist alles zu hier, wegen dem Giro d'Italia. Spaaaß, oder? Nein, alles zu! …und jetzt? …zurück nach Bozen! Daaanke *brüll* dachte ich mir, dass haben wir braucht. Aber das sollte auch was Gutes haben, denn so kamen wir über den Nigerpass zur A22, welcher sich als äußerst geil heraus stellte. Denn die Panaromastraße entlang des Tales in dem die Autobahn ist war sensationell zu fahren. So und ab nun wieder ein bisserl km „fressen" bis ober Brixen, runter vom Bandl und ab durch's Pusstatal Richtung Heimat. Die Gegend um Lienz war noch ganz nett, bevor wir uns in Oberdrauburg ein Schnitzerl genehmigten. Dann wieder auf's Bandl und Heim zur Family. 

Conclusio: Ein traumhafter Urlaub, mit einer tollen Runde, Motorradfaherherz was willst du mehr? Mir hat es sehr gefallen und ich bin sehr froh, dass wir alle wieder heil nach Hause gekommen sind. Vor allem deshalb, weil einige Male doch recht nahe an die Grenzen gegangen wurde. Burschen, Dagi, Maria und Andrea, dass war echt suuuuuuuuuuuuper! Jederzeit wieder! Mario und das nächste Mal fahrst auch mit, gö ;-)?

!!!FOTOGALERIE!!!